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Vorfreude

Nun ist es bald soweit, in wenigen Tagen beginnt unser zweiter Urlaub in diesem Jahr. Auf Grund verschiedener Umstände ist unsere Urlaubsplanung in diesem Jahr etwas weniger strukturiert, aber das macht ja nichts.

Ursprünglich wollten wir für eine Woche in die Rhön fahren und ein bisschen wandern und Heimatkunde machen. Dieser Plan wird nun mit einer leichten Änderung zum Ende hin auch in die Tat umgesetzt. Wer in der Schule nicht so gut aufgepasst hat: die Rhön ist ein  Mittelgebirge im Grenzgebiet zwischen Bayern, Hessen und Thüringen. Auch als Land der offenen Fernen bezeichnet, ist die Rhön seit 1991 UNESCO-Biosphärenreservat. Auf der Website des Biosphärenreservates  wird erklärt, was es damit auf sich hat: "Ein Biosphärenreservat ist kein Naturschutzgebiet. Anders als etwa in einem Nationalpark, wo tatsächlich die Natur die Hauptrolle spielt, gibt es im Biosphärenreservat Rhön gemäß dem UNESCO-Programm "Man and Biosphere" zwei Hauptdarsteller: den Menschen und die Natur. Biosphärenreservate schützen also nicht (nur) die Natur vor dem Menschen, sondern sie erhalten die Natur für den Menschen und mit dem Menschen. Darum geht es also auch in der Rhön. Das Biosphärenreservat ist eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Das bedeutet: Im Biosphärenreservat wird das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft entwickelt und erprobt."

Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon was vom Sternenpark Rhön gehört. Durch die dünne Besiedlung der Rhön gibt es hier kaum Lichtverschmutzung durch Kunstlicht und in vielen Gemeinden werden Maßnahmen getroffen, damit so wenig wie möglich Licht nach oben abgestrahlt wird. Optimale Bedingungen zum Sterne schauen also.

Unser Quartier vom 13. bis 17. August wird das Schlosshotel in Geisa sein. Hier verlief in unmittelbarer Nachbarschaft die Grenze zwischen dem Warschauer Pakt und der NATO. Direkt an der Grenze befindet sich Point alpha. Ich mache es mir einfach und zitiere Wikipedia: "In direkter Nachbarschaft Geisas erfüllte der Beobachtungsstützpunkt „Point Alpha“ bis zum Fall des Eisernen Vorhangs eine wichtige Beobachtungsaufgabe im Verteidigungskonzept der NATO. Auf der anderen Seite der Grenze standen zwar Wach- und Führungstürme der DDR-Grenztruppen, außer diesen Einheiten waren aber keine Truppen des Warschauer Paktes direkt an der Grenze stationiert. Der Stützpunkt lag im Zentrum der NATO-Verteidigungslinie „Fulda Gap“ (Fuldaer Lücke), in der die NATO im Ernstfall die Invasion der Truppen des Warschauer Pakts erwartete. Die „Fulda Gap“ zog sich von Herleshausen über Fulda bis in die Nähe von Bad Neustadt. Der Name Point Alpha geht darauf zurück, dass es der erste errichtete Beobachtungspunkt war. Als Beobachtungspunkt war Point Alpha darüber hinaus deshalb geeignet, weil er sich auf 411 Meter Höhe auf einem Bergzug befindet und damit einen guten Überblick über das angenommene vorderste Aufmarschgebiet des Warschauer Pakts im Ulstergrund bot. Auch für das Abhören des Funkverkehrs aus Richtung Osten waren die geographischen Bedingungen günstig."

Also ist es hier nicht nur landschaftlich schön, nein, es ist auch historisch gesehen sehr interessant. Und so ganz nebenbei sei erwähnt, dass die Rhöner Küche einen sehr guten Ruf genießt und das Rhöner Bier werden wir natürlich auch zu testen haben.

Wenn wir dann also genug vom Gebirge und der jüngeren Geschichte haben, machen wir uns von da aus direkt auf den Weg nach Warnemünde, wo wir am 17. August unsere erste Reise mit Aida antreten. Es steht ja immer noch der gemeinsame Turn mit der Aida-erfahrenen Familie Görner an, und so können wir also schon mal testen, ob uns das Konzept der Rostocker Reederei zusagt. Probieren werden wir das im Rahmen einer fünftägigen Kurzreise über die Ostsee mit den Häfen Stockholm, Gotland und Karlskrona. Unser Schiff, die AIDAdiva, lief 2006 vom Stapel, ist 251 m lang, 37 m breit und hat in 1025 Kabinen Platz für maximal 2500 Passagiere.

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Die Hatschis (Sonntag, 13 August 2023 00:21)

    Wir danken für die geographische Kurzinfo, freuen uns auf eure Berichte und wünschen euch einen schönen , erholsamen und interessanten Urlaub.

  • #2

    Simmi (Sonntag, 13 August 2023 16:53)

    Prima bei euren Reisen nah und fern dabei zu sein. Wenn ihr über die Autobahn düst dann sind da öfters die braunen Schilder zu sehen. Bin mir nicht ganz sicher ob bereits mal erwähnt.... Anbei ein Link für eine kostenfreie App die euch dazu etwas erzählen kann. https://play.google.com/store/apps/details?id=eu.signseeing.app
    Gute Reise und leckere Erfahrungen der verschiedenen Regionen.

  • #3

    Undine (Sonntag, 13 August 2023 17:51)

    Gib bitte bei Google Map Geisa- Steinbach Hallenberg ein ....

    Die Ausläufer :-) der Rhön sind fast vor unserer Haustür!
    Liebe Grüße und euch viel Spaß!

  • #4

    Undine (Sonntag, 13 August 2023 17:53)

    PS:
    Über das Bier muss müsste vielleicht nochmal gesprochen werden!